WOCHE 4

Die Ausbildung der Plazenta ist abgeschlossen. Im Laufe der 4. Woche werden die Augen und die Nervenstränge im Rückenmark gebildet. Auch die Organbildung beginnt. Entsprechend sind die Embryonen im derzeitigen Zustand sehr stark defekt-gefährdet.

Am Ende dieser Embryonalperiode sind alle wichtigen Organsysteme der Welpen angelegt und die endgültige Körperform ist bereits in ihren Grundzügen erkennbar. Man spricht nun nicht mehr von Embryonen, sondern vom Fetus. Sterben die Fruchtanlagen bis zum 28. Trächtigkeitstag ab, werden sie meist unauffällig resorbiert.

Ab ca. dem 22. Tag sind die Embryonen theoretisch durch eine Ultraschalluntersuchung sichtbar. Wir warten noch ein paar Tage länger und haben unseren Termin am 11.6. (Tag 28).

Zwischen dem 26. und 30. Tag wäre alternativ der beste Zeitpunkt, um eine Trächtigkeit anhand des Herzschlags zu diagnostizieren.

Die Embryonen sind inzwischen ungefähr walnussgroß und gleichmäßig im Uterus verteilt.

21. – 28. TAG
Äußerlich ist einer Hündin in diesem Stadium der Trächtigkeit oft noch kaum etwas anzusehen. Bei genauer Beobachtung kann man jedoch oft langsam eine Veränderung der Zitzen feststellen. Diese werden etwas größer und wirken ggf. etwas praller und irgendwie präsenter als zuvor.

ABER: Ein sicheres Indiz für eine Trächtigkeit ist dies nicht, denn auch bei vielen scheinträchtigen Hündinnen kann man eine vergleichbare Veränderung beobachten.

11.6. (TAG 28)
Das Warten hat ein Ende, heute stand die Ultraschalluntersuchung an. Wir haben Anzeichen einer Trächtigkeit gesehen: Die Gebärmutter ist verdickt und es waren kleine „Knubbel“ zu sehen. Diese kleinen Fruchthüllen sind jedoch deutlich zu klein für diese Phase der Trächtigkeit und deuten leider auf resorbierte Welpen hin.

Was auch immer der Grund ist bzw. war: Raija hat die Welpen resorbiert und wird in diesem Jahr leider keine Babys bekommen.

Wir sind sehr traurig darüber, aber die Natur hat es so entschieden und wir können es nicht ändern. Danke an die lieben wartenden Familien fürs Mitfiebern – teilweise bereits seit über einem Jahr!

WOCHE 3

Manche Hündinnen leiden in diesem Stadium möglicherweise unter morgendlicher Übelkeit aufgrund der hormonellen Umstellung oder Spannungen in der Gebärmutter. Ist dies der Fall, wird das Futter auf kleine Mahlzeiten mehrmals am Tag aufgeteilt, um gegen die morgendliche Übelkeit zu helfen. Auch wäre es nicht unüblich, wenn die werdende Hundemutter nun für einige Tage nur wenig bis nichts fressen möchte.

Raija geht es unverändert gut. Sie ist verschmust wie immer und hat weiterhin großen Appetit. Man könnte sich einbilden, dass ihre Zitzen etwas größer geworden sind, aber das wäre auch bei einer Scheinträchtigkeit ähnlich möglich.

18. – 20. Tag
Einnistung der Embryonen in die Gebärmutter, die Ausbildung der Plazenta beginnt.

Am 19. Tag setzen sich die Keimbläschen (sog. Blastozysten) in der Gebärmutterwand fest. Diese formen embryonale Bläschen.

Ab dem 21. Tag sondern viele Hündinnen zähflüssigen, klaren Schleim ab. Das ist das eindeutigste Zeichen, dass der Deckakt geklappt hat.

WOCHE 2

Raija geht es prima, das Hundeleben verläuft wieder in gewohnten Bahnen. An der Fütterung und Haltung wird aktuell noch nichts geändert, auch wenn Raija uns gerne erklären möchte, dass sie bitteschön für mindestens 20 Welpen fressen sollte.

TAG 8 -12
Die Eizellen entwickeln sich zu Blastozysten.

Als Blastozyste bezeichnet man einen ca. 5-6 Tage alten Embryo mit komplexer Zellstruktur. Das Blastozystenstadium ist das Entwicklungsstadium vor der Einnistung des Embryos in die Gebärmutter der Mutter.

TAG 12 – 14
Um ca. den 26. Mai herum erreichen die Embryos die Gebärmutter.

Zweiter Deckakt

Heute ging alles ganz schnell und Raija wurde ein zweites Mal gedeckt.

Jetzt drücken wir fest die Daumen, dass unser Rendezvous auch erfolgreich war!

Danke für ALLES an Saskia, Marcus und Johanna! Schön wars bei Euch und wir brüten dann mal 🙂

Erstes Treffen mit Neo und Progesterontest

Am Nachmittag haben Raija und Neo sich zum ersten Beschnuppern getroffen. Die Sympathie war zwar da, so endgültig gefunkt hat es jedoch noch nicht.

Wir haben im Anschluss vor Ort einen Progesterontest gemacht, um den hormonellen Fortschritt besser einordnen zu können. Die Pads haben uns zwar bereits gezeigt, dass der Eisprung spätestens jetzt ungefähr stattfinden dürfte, aber man ist ja neugierig.

Das Ergebnis des Progesterontests: 12,654 ng/ml.

Mit diesem Wert befinden wir uns (wie erwartet) wahrscheinlich am 1. Tag nach den Eisprüngen und einem ersten Versuch für einen „Natursprung“ steht hormonell gesehen nichts im Weg.

WOCHE 1

2. – 4. TAG:
Die (hoffentlich!) befruchteten Eizellen wandern in den Gebärmutterhals

4. – 8. TAG:
Die Eizellen teilen sich nun täglich im mittleren Eileiterabschnitt. Zweizell-Stadium, Vierzell-Stadium usw. = frühembryonale Teilungsstadien. Die ersten Teilungsstadien sind ein zehntel Millimeter groß.

Noch ein Test zur Kontrolle

Um sicher zu sein, dass auch wirklich keine Verfärbung mehr vorliegt, haben wir noch einen weiteren Test gemacht und dieses Mal blieb die Verfärbung vollständig aus.

Sofern alles nach Lehrbuch verläuft, sollte der Eisprung also jetzt oder in Kürze stattfinden.

Die Reise ist geplant, das Hotel ist gebucht – es wird ernst!